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Fussballreise nach Rom

Datum: 14.05.2010

1. Tag:

 

Am frühen Samstagmorgen trafen sich 13 (3 Frauen und 10 Männer) reiselustige Personen am Flughafen in Kloten. Pünktlich, wie sich das für die Swiss gehört, konnten wir zusteigen und dann auch abfliegen. Nach einem kurzen Flug kamen wir in Rom bei recht gutem Wetter an und gingen dann zum Förderband für das Gepäck. Dies wollte und wollte nicht kommen, aber zu guter Letzt hatten wir alle unsere Sachen wieder beieinander und gingen auf den Perron für den Zug zum Bahnhof Termini. Leider gab es dort 3 verschiedene Verkaufsstellen für die Tickets und natürlich hatte erst die letzte das, was wir wollten. Alles dauert halt etwas länger als gewohnt, aber wir waren ja in den „Ferien“. Die Zugfahrt war recht kurzweilig und die Reisegruppe kam sich zusehends näher.

 

Der Reiseführer hatte für die Reisenden einen Stadtplan bereit, auf welchem das gebuchte Hotel bzw. die Strasse eingezeichnet war. Die Suche verlief aber höchst erfolgreich und nach kurzer Zeit fanden wir das Hotel Morgana. Nach einer gewissen Wartezeit war klar, dass wir die Zimmer noch nicht beziehen konnten und so deponierten wir das Gepäck und machten uns auf den Weg zum nächsten Treffpunkt: 12.00 Uhr Spanische Treppe. Nun begann das Hin und Her: Gehen wir zu Fuss mit dem Taxi, dem Bus oder der U-Bahn. Man entschied sich für einen ersten Bummel, dabei stellte sich schnell heraus, dass die Reisegruppe zu Fuss recht unterschiedlich schnell vorankam. Einige sahen beinahe alles und andere hatten mit sich selbst genügend zu tun, damit sie den Anschluss nicht verloren. Auf diesem Weg merkte man langsam, dass es sich um den 1. Mai handelte, denn das Verkehrsaufkommen war eher spärlich, dafür hatte es viele Fussgänger unterwegs. In der Nähe der Spanischen Treppe hatte es bereits sehr viele Leute, sodass wir uns beinahe einen Weg durch die Menge erkämpfen mussten. Dank Handy gelang es aber, unseren NGFAG-VR Carlo Häfeli zu orten und ihn auch zeitgerecht unten an der Treppe zu treffen.

 

Carlo hatte sich in verdankenswerter Weise mit seiner Frau Gabriela bereit erklärt, uns die ewige Stadt etwas näher zu bringen. Da einige schon auf dem Zahnfleisch liefen und beinahe im roten Bereich drehten, liess sich Carlo erweichen, als nächstes an der Piazza del Popolo ein Restaurant aufzusuchen. Nach der verdienten Stärkung ging der Stadtbummel via Via Corso zur besten Gelateria Rom’s, wo anstehen und Kampf angesagt war. Es hat sich aber wirklich gelohnt – echt Spitze, die selber hergestellten Aromen! Nach dem Besuch der Piazza Navona landeten wir bei einem lauschigen „Outdoor“ Restaurant, in welchem wir unseren Platz für das Nachtessen reservierten.

 

Carlo, der gerne die Führung weitergeführt hätte, musste sich aber von einigen geschlagen geben und ihnen den nächsten Taxistandplatz mitteilen. Die Unverdrossenen besuchten aber in der Folge noch das Obergericht, die Engelsburg und als Höhepunkt den Vatikan. Dort herrscht zum grossen Glück sehr wenig Andrang und so stellen wir uns kurzerhand in die Reihe für den Securitycheck. Nach einer Viertelstunde war die geschafft und wir konnten die „heiligen“ Bauten besichtigen gehen. Die Katakomben brachten uns frühere Päpste wieder in Erinnerung. Vor dem Eintritt in den Dom rief auf einmal jemand „Ich bin auch GC Fan!“ – es war ein Schweizergardist, der Christian’s Bauchtasche mit dem berühmten GC-Signet erkannte. Nach einem kurzen Gespräch mit ihm besuchten wir dann den Peter’s Dom. Der Prunk, die Kunst und die Grösse waren wirklich sehenswert.

 

Die hartgesottenen „Römer“ machten sich dann zu Fuss zurück zum Hotel auf den Weg, die anderen, die schon genug gesehen hatten und konditionell am Ende waren nahmen dafür den Taxi. Selbstverständlich führte uns der Rückweg noch über den Platz der italienischen Vereinigung mit einem riesigen Monument und natürlich durfte der Trevibrunnen nicht fehlen. Nach dem obligaten Münzenwurf machten wir uns dann auch noch auf den Heimweg zum Hotel.

 

Eine kurze Dusche und wieder frisch machen und schon trafen wir uns wieder in der Lobby für die Taxifahrt zu unserem Nachtessen-Restaurant. Ein lauschiges Plätzchen auf einem Platz in Mitten von Bäumen und von historischen Häusern gesäumt, leicht erhöht lud uns zum echt italienischen Essen. Das Ganze befindet sich hinter der Piazza Navona in der Nähe eines herzigen Boutique Hotels.

Das Essen war wirklich ausgezeichnet! Vorspeise: Tomaten mit Mozzarella und Prosciutto crudo, Meerfrüchtesalat sowie römische Maisplätzchen und undefinierbare Kräuterbällchen. Primo Piatti: Selbstgemachte Nudeln mit                 Steinpilzen oder Pasta Matriciana, gefolgt vom Hauptgang: Bistecca oder Fisch mit kleinen Bratkartoffeln. Der Dessert durfte nicht fehlen und meistens in Form eines Tiramisu mit Espresso, Cappuccino oder Caffe, mit oder ohne Grappa, rundete das Ganze ab. Nach geschlagener Essensschlacht wanderten alle gemeinsam noch zur Fontana Trevi und von dort auf verschiedenen Arten nach Hause ins Hotel. Ein strenger, aber erlebnisreicher Tag ging so zu Ende!

 

2. Tag:

 

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Spiels Lazio gegen Inter am Abend um 20.45 Uhr im Stadio Olympico.

Der Tag war bis zum Besammlungszeitpunkt um 19.00 Uhr für alle zur freien Verfügung. Die einen konnten ihre armen Füsse pflegen und die anderen machten Stadtrundfahrten oder Stadtbummel je nach Belieben.

 

Das Frühstücksbuffet machte einigen Sorge, da man anstehen musste bis man einen Platz ergattern und sich dann am Buffet bedienen konnte. Das Buffet aber war grosszügig und der Wunsch nach verschiedenen Arten des Kaffees war echt super!

Die ewige Stadt bietet wirklich einiges und so bildeten sich verschiedene Gruppen, um das wahre Rom zu erkunden. Forum romanum, Kolosseum, Trajanssäule, die verschiedenen Brunnen und Plätze (und so weiter) konnten ausführlich besichtigt und bestaunt werden. Das Wetter spielte bis in den späteren Nachmittag ordentlich mit, erst dann begann es zu regnen und es wurde etwas kühler.

 

Mit dem Bus 910 fuhren wir direkt vom Bahnhof Termini zum Stadion. Als wir den Chauffeur ansprachen und zahlen wollten meinte dieser ganz locker „Oggi gratis, viva Italia!“ Also setzten wir uns hin und liessen uns zum Stadion fahren. Dort erwartete uns Manuela Markworth, die Freundin von Stephan Lichtseiner, mit den Tickets. Wir erfuhren einiges über den italienischen Fussball und Italien allgemein. Es erstaunte uns, aber als sie sagte, dass die Spieler von Lazio am liebsten gar nicht spielen wollten, denn sie wurden von den eigenen Fans sehr stark unter Druck gesetzt, denn die Fans wollten nur eines einen Sieg von Inter. Wir glaubten dies zuerst nicht, aber wurden bald eines besseren belehrt, denn die Aktionen von Inter wurden im ganzen Stadion frenetisch bejubelt und die eigenen Spieler ausgepfiffen, wenn diese versuchten anzugreifen und zum Abschluss zu kommen – eine etwas komische Fussballwelt, der wir da begegneten. Der Hass auf die AS Roma war weit grösser als der Stolz, ein Fan von Lazio zu sein! 

 

 

 

3. Tag

 

Der Vormittag stand den Teilnehmern, dies nach einem reichhaltigen Frühstück, nochmals zur freien Verfügung. Am Nachmittag hingegen trafen einige Stephan Lichtsteiner und seine Freundin Manuela zu einem Kaffee im wunderschönen Garten des Hotel de Russe, einem der teuersten Hotels der Stadt. Stephan und Manuela er-zählten von ihrem Leben in Rom, das obwohl nicht ganz 1000 Kilometer weg von Zürich, doch teilweise dem in Afrika näher ist als dem in Mitteleuropa… Stephan wurde als sehr ruhiger, korrekter und bescheidener Fussballprofi erlebt. Im Hinblick auf die Fussball-WM in Südafrika erarbeiteten die Teilnehmer und Stephan zusam-men dann noch die mögliche Elf der Schweizer, natürlich war Stephan als rechter Verteidiger gesetzt! Dieses Treffen war der krönende Abschluss eines rundum ge-glückten Wochenendes bei zumeist frühlingshaften Temperaturen.

 
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