Die inskünftige Heimat der GC-Fans war diesmal Örtlichkeit des Anlasses vom Montag, 21. März 2011: Das neue, im April dieses Jahres zu eröffnende GC-Fan-Lokal an der Heinrichstrasse 65 in nächster Nähe zum Zürcher Limmatplatz! Thomas Rutz, Fussball-Sektions-Präsident des GC und Besitzer der erwähnten Liegenschaft war ebenso zugegen wie auch sein Sohn Michael, der das Fanlokal leiten wird. Der Leiter des Fanprojektes GC, Herr Marcus Camiu, informierte die BC-Mitglieder über die GC-Fans und die Fankultur allgemein. Entgegen unserer landläufigen Annahme wird bei den Fans unter Hooligans, Ultras und A-Fans unterschieden. Die Hooligan-Szene sei seit mehreren Jahren kein wirkliches Thema mehr in der Schweiz, von Italien her ist eher die Welle der Ultras zu uns rübergeschwappt; hier handelt es sich um Fans, die Choreos und auch Pyro als Werkzeug der Stimmungsmache gebrauchen, aber eher selten auch gewaltbereit sind. Herr Camiu bestätigt jedoch auch, dass es bei allen Gruppierungen immer wieder auch schwarze Schafe hat, die sich nicht an Regeln (auch innerhalb des Fanclubs bzw. der Fanszene) halten.
Das Fanprojekt GC bietet nebst der Begleitung an Heim- und Auswärtsspiele aber auch persönliche Beratung (bei Bedarf) der Fans an, die Vertrauensbildung zwischen Fans und Camiu steht dabei an erster und vorderster Stelle. Marcus Camiu, ein waschechter Bündner, hatte bis vor etwa 2 ½ Jahren kaum etwas mit Fussball zu tun. Dementsprechend unbelastet konnte er seine Tätigkeit inmitten der GC-Fans beginnen und Vertrauen schaffen. Die GC-Fans sind vor allem auswärts sehr kreativ mit ihrem Choreos; der Letzigrund ist jedoch unbeliebt und so wird deshalb bei Heimspielen auf die grosse „Show“ verzichtet. Bei Auswärtsspielen wird das Fanion-Team von zwischen 300 und 600 Fans begleitet; innerhalb der Schweiz stellen die GC-Fans damit die 3./4.-grösste Auswärtsfanschaft dar.
Wie immer sind Fragen und Meinungen in Sachen Fans/Hooligans/Gewalt/Pyro in rauhen Mengen vorhanden. Dementsprechend musste der Anlass nach 20.00 Uhr fast schon abgebrochen werden, damit danach im Restaurant La Contrada an der Heinrichstrasse 85, nur wenige Schritte vom GC-Fan-Lokal das feine Abendessen eingenommen werden konnte. Wir haben mit diesem Anlass ein für uns alle neues Gebiet betreten; und wir haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass im Stillen auch sehr viele GC-Fans grosse Arbeit für und mit den anderen Fans verrichten; nicht jeder Fan mit einer Kapuze ist auch wirklich ein Hooligan!